Trends 2021 – Marketing und Kommunikation in der Pandemie

Die Digitalisierung darf in Zeiten der Pandemie nicht fehlen, und Nachhaltigkeit und Purpose sind in aller Munde. Darüber hinaus stellt sich die Frage: Was hat Zukunft in Marketing und Kommunikation?

Wer sich dieser Tage fragt, welche Trends 2021 besonders relevant für das Marketing und die Marken-Kommunikation werden, sieht sich einer Vielfalt an Mutmaßungen gegenüber, wie sie die Fachwelt bisher kaum hervorgebracht hat. Natürlich darf die Digitalisierung nicht fehlen, sind Nachhaltigkeit und Purpose in aller Munde, aber ansonsten herrscht vor allem eins vor: Unsicherheit!

Für die CMOs in Europa steht nach wie vor das Thema „Digitalisierung“ an erster Stelle ihrer Agenda und zwar in engem Zusammenhang mit CRM-Datenbanken und dem Database-Management generell.1 Wen wundert’s? Schließlich gewinnt der direkte Weg zum Kunden vor dem Hintergrund der Reichweiteninflation unserer Massenmedien weiter an Bedeutung. Und zwar auch im Konsumgüter-Marketing. Welcher Media-Mix bringt den besten Return on Investment? Und passt die eigene Markenstrategie noch in eine Zeit, die zunehmend von der Nutzung sozialer Medien geprägt wird; mehr als die Hälfte der Menschheit nutzt im Durchschnitt 8,5 Accounts für 144 Minuten am Tag, Tendenz weiter steigend.

Millenials in Deutschland nach Häufigkeit der Nutzung von Social Media (z.B. Facebook, Twitter, Instagram, WhatsApp) im Jahr 2019

Die Reichweite der Sozialen Medien ist unter den Millenials kaum noch zu toppen. Aber auch in der Gesamtbevölkerung liegt sie bereits bei knapp 60 Prozent.

Quelle: VuMA (C) Statista / Weitere Informationen: IFAK; GfK Media and Communications Research; firsa narokabM 2918M ab 14 Jahre; deutschsprachige Bevölkerung; persönliche Interviews (CAPI)

Doch das alles nützt nichts, wenn die Inhalte, die kommuniziert werden, die Menschen nicht „packen“. Sie müssen hoch informativ oder besonders unterhaltend sein. Am besten Beides! Und passend zum jeweiligen Kanal konzipiert und realisiert (Kantar berichtet darüber in ihrem Report Media Trends & Predictions 2021). Denn unsere fraktale Medienlandschaft, rückläufige Leser- und Zuschauerzahlen sowie der durch die Vielfalt der Botschaften, die jeden Tag auf uns einprasseln, verursachte Aufmerksamkeitsverlust „schreien“ nicht nur nach kanalübergreifenden Kampagnen unter Einsatz von Influencern und Plattformen. Sie verlangen auch Topp-Inhalte, interaktive Kommunikationsmittel sowie innovative Strahlkraft durch den Einsatz von Virtual, Augmented und Cross Reality, als dessen naheliegendste Ausprägung sich in den nächsten Monaten Live-Selling erweisen könnte.3 Dem dürfte kommerziell jedenfalls deutlich mehr Bedeutung zukommen als Clubhouse. Denn in den letzten Monaten haben mehr 45- bis 54-jährige online geshoppt (84,3 Prozent) als 16- bis 24-jährige (75,7 Prozent).4

Quellen:
1) Marketing-Trends – Tops nach European Marketing Agenda 2021 (CMO-Befragung, Marketing-Verband)
2) Social Media 2021 – Trends, Tipps und Prognosen nach Studie von Adenion & pressrelations 2021
3) Media-Trends 2021 – Tops nach Kantar-Studie „Media Trends and Predictions 2021“
4) Digital 2021 – Studie von Hootsuite und We Are Social

15. Februar 2021